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Mit nützlichen Tipps echte Bedürfnisse stillen

Sage und schreibe 33.510.664 Aufrufe hat das Video, das ich heute in meiner Timeline bei Facebook entdeckte, bis zu dem Moment, am 25. Februar 2016, wo ich dies schreibe, bekommen. Eine sagenhafte Zahl. Und was ist zu sehen? Zwei Hände, die in immer neuen Kombinationen diese altmodischen Büro-Akten-Klammern, für die es nicht einmal einen einheitlichen Namen gibt, in überaus nützlicher Weise umfunktionieren. Es sind diese Klammern mit zwei schwarzen rechteckigen Plastikteilen und ösenförmigen Drahtbügeln, mit denen die Klammer auseinander gedrückt wird. Sie liegen in fast jeder Büroschublade rum, wurden im Zuge der Digitalisierung ausgemustert, aber nicht weggeworfen. Bekannt auch als Foldback-Klammern oder Binder Klammern. Die Video-Hände zeigen, wie man daraus z. B. Handy- oder Kabelhalterungen macht – und zwar so, dass es jeder nachmachen kann. Ist das nicht genial?

Wer hat was davon?

Davon profitiert nicht nur der Betrachter und der, der das Video eingestellt hat, sondern auch ich als Teilende, indem meine Freunde es sehen und wiederum teilen. Dass nützliche Tipps, insbesondere wenn sie in Form eines Videos daherkommen, sehr gerne angenommen und verbreitet werden, ist all denen bekannt, die sich mit virtuellem Marketing beschäftigen. Getreu einem der wichtigsten Internet-Gebote für Nutzer „first give – than take“ ist die Anzahl der Beiträge mit nützlichen Tipps in den letzten Jahren rasant gewachsen. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen Listen à la: Die 10 besten Programme um Mind Maps zu erstellen, die 10 besten Projektmanagement-Tools, die 12 besten Tipps zum Abnehmen usw. Klar, die liefern schnell und übersichtlich die wichtigsten Inhalte so, dass sie dem scannenden Auge des Users gerecht werden.

Guter Content

Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, glaubt man Karl Kratz, der in seinem Online-Marketing-Blog schreibt: „Was brauchen unsere Kunden und Leser? Denke für uns vor. Liefere uns keine Bauanleitung. Liefere uns Impulse. Schreibe nicht über Daten, Informationen oder Wissen; schreibe uns über Deine Erfahrungen.“

Wie Kratz machen sich unzählige Experten Gedanken über den „richtigen“ oder „guten“ Content und untersuchen Dinge wie Relevanz, Mehrwert und Nutzwert – die letzten beiden Begriffe geraten dabei auch mal etwas durcheinander. Was nicht verwundert, da schon die Definitionen sehr ähnlich sind. Wer es genauer wissen will, kann es bei Daniela Sprung nachlesen. Eines ist inzwischen gottlob auch bis zum letzten Content-Beschaffer vorgedrungen: Allein auf SEO-Optimierung ausgerichtete Texte, runtergeschrieben, mit Keywords gefüllt und massenhaft von Amateuren geschrieben, reichen nicht aus. Im Gegenteil: Sie schaden eher!

Bessere Print-Inhalte

Genug aber von Online-Inhalten. Darüber redet jeder. Kaum einer bedenkt jedoch, dass viele dieser Regeln, die im Internet für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz sorgen, auch für die physische Welt gelten. Im Grunde gibt es nur zwei Arten von Inhalten, die Leser

interessieren: Unterhaltung und Information. Aber Broschüren, Flyer, Unternehmens-Magazine usw. wimmeln nur so vor Werbung. Und was passiert damit? Selbst die teuerste Hochglanz-Broschüre landet früher oder später im Papierkorb. Weil diese Medien immer noch produkt- und nicht kundenorientiert sind. Weil nicht die Insights (Wünsche, Träume, Hoffnungen, geheimen Sehnsüchte, Ängste und Nöte) der Kunden bedient werden, sondern der Verkaufswille des Unternehmers.

Expertentipps im Minibuchformat

Als Texterin und Ghostwriter von Sachbüchern habe ich mir Gedanken gemacht, was ich Unternehmern anbieten kann, um Ihre Printprodukte hinsichtlich Nutzen und Mehrwert zu verbessern und heraus kam ein neues Produkt: Tippi – eine Minibuchreihe nach dem Motto klein aber fein, nur mit Expertentipps, begleitet von eigens angefertigten Illustrationen. Was für die Unternehmen einerseits Werbung ist, ist für Kunden und andere Leser ein nützliches Büchlein, das zumindest eines ihrer Probleme löst und Freude bereitet. Und außerdem im Fach- oder Buchhandel erhältlich ist. Für Unternehmer sehe ich darin die Möglichkeit mit qualitativ hochwertigem und dennoch bezahlbarem Text bei Verbrauchern das Gefühl auszulösen: Dieses Unternehmen versteht mich und weiß, was mir hilft.

Über Mich:

P. Katharina Thölken ist Texterin, Autorin und Verlegerin.Katharina Thölken

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